Die mit Sicherheit erfolgreichste Buchserie der letzten Dekade findet jetzt auch in filmischer Form sein Ende. Zwar kommt vorerst bloß der erste Teil des letzten "Harry Potter"-Films in die Kinos, aber der spannt den Bogen so immens weit, dass im zweiten Teil wiederum eigentlich nur die letzte, finale Schlacht gezeigt werden dürfte.Trotz des etwas enttäuschenden letzten Films ist die Erwartungshaltung weltweit natürlich extrem hoch: Schließlich muss das Team die vielen einzelnen Geschichten und Erlebnisse zu einem großen, logischen Ganzen zusammenflechten, darf dabei aber auch nicht die Action vergessen, die mit David Yates viel explosiver geworden ist. Dem Briten jedoch ist einiges zuzutrauen, verpasste er der etwas vor sich hin siechenden Serie in der letzten Zeit ein neues, düsteres Bild. Harry letzter Kampf gegen seinen Erzfeind Lord Voldemort, der jetzt nach und nach immer mehr Macht an sich reißt und es dem Freundestrio somit noch mal schwerer macht, wird vor allem über die sogenannten Horkruxe entschieden: Einzelne Gegenstände, in die Voldemort Teile seiner gespaltenen Seele verpflanzte. Im Buch schon drastisch erzählt, dürfte die Darstellung im Film noch um einiges intensiver werden - will heißen: Mehr Action, mehr Drama. Schließlich muss man die Franchise rund um den beliebtesten (ehemaligen) Zauberschüler der Welt angemessen beenden und so manchen Fand nicht enttäuschen - die Zeichen jedoch stehen durchaus gut. Ob das wirklich so ist, wird am 18. 11. hier zu lesen sein.
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Samstag, 6. November 2010
Vorschau: "Avatar - Extended Collecter's Cut"
Mit James Cameron ist das ja so eine Sache: Erst liefert er mit "Terminator 2 - Judgement Day" einen der besten Actionfilme überhaupt ab, dann bringt er mit "Titanic" ein unglaublich nervtötendes, in allen Belangen versagendes Stück schlimmster Filmgeschichte in die Kinos und spult damit auch noch knapp 1,8 Milliarden Dollar ein. Und dann sein nächstes Projekt, auf das er mehrere Jahre lang hingearbeitet hat - die Geschichte um einen fernen Planeten, den die Menschen wegen knapper Vorräte aufsuchen und selbstverständlich in ihrem kapitalistischen Geldwahn zerstören wollen, um an das wertvolle Gut heran zu kommen, das blöderweise gerade unter dem heiligen Baum eines doofen Stammes der Na'vi - genau: So heißen die ökonomischen Ureinwohner - schlummern muss. Zugegeben: Nach dem Kinobesuch war "Avatar" nichts weiter als irgend so ein nettes Filmchen, das natürlich alle gleich wieder begeistert und schwärmen lassen hat. Ein unglaubliches Erlebnis sei dieses Wahnsinnswerk - Wahnsinn war dabei wohl nur das Einspielergebnis von rund 2,7 Milliarden. Cameron hatte sich also zumindest kommerziell getoppt - nur: Ein Ende des Geldscheffelns war deshalb noch lange nicht in Sicht. Irgendeine komische Fassung mit einzelnen längeren oder ganz, ganz neuen Szenen wurde in die Kinos gebracht und jetzt soll eben noch einmal die Extended Collector's Edition die letzten Scheine reinschwemmen. Ich gebe mich da mal ganz Zielgruppe und renne in den Laden. Aber, zu meiner Rechtfertigung, auch nur, weil hier wirklich etwas Neues geboten wird: 16 Minuten dazu hingefügtes Material, über 7 Stunden Bonuszeugs und - Achtung! - ein "44-seitiges Fanbuch", wie es heißt. Mag heißen: Kaufen, anschauen, gespannt sein. Dafür keine einschätzenden Worte hier, aber immerhin ein wenig Spannung - ob "Avatar" dadurch schlechter oder besser wird, weiß ich nicht.
Samstag, 30. Oktober 2010
Vorschau: "The Hurt Locker"
2009 war es das Duell bei den Oscars: Kathryn Bigelows ambitionierter Kriegsfilm gegen James Camerons krass überbewerteten Science-Fiction-Streich. Mit "The Hurt Locker" konnte dann auch erstmals eine Frau den Oscar für die beste Regie erhalten und Bigelows Kriegsfilm kletterte auf der Bekanntheitsskala weit nach oben. Trotzdem reichte es nicht für die astronomischen Einspielergebnisse, die "Avatar" hatte erreichen können - völlig zu Unrecht. "The Hurt Locker" ist nämlich nicht nur unglaublich drastisch inszeniertes Spannungskino allererster Güte, sondern auch eine bis dahin kaum bis gar nicht erwähnte Betrachtungsweise des Krieges. Bigelow nämlich zeigt einen Bombenentschärfer, für den Krieg eine Droge, eine Sucht ist, von der er nicht genug bekommen kann. Jeremy Renner jedenfalls porträtiert den Protagonisten eindringlich, Bigelow findet den roten Faden und liefert deshalb zwar keinen Geniestreich im Kriegsfilmgenre, aber zumindest einen würdigen Oscargewinner ab, zu dem sich bald auf diesem Blog eine Besprechung finden wird.
Samstag, 23. Oktober 2010
Vorschau: "Watchmen"
Zack Snyder, der Grenzfall. Nach seinem aufgeblasenen und prätentiösen "300" liefert er mit "Watchmen" die Adaption des vielleicht besten Graphic Novels überhaupt. Dabei gefällt es ihm wohl mehr, aufplatzende Arme und idiotische Sexszenen inszenieren zu dürfen, als sich um den pessimistischen Grundton zu kümmern, der nur nebenbei tangiert, denn ernsthaft angesprochen wird. Alan Moores stilbildendes Jahrhundertwerk zieht Snyder konsequent durch den Dreck, verpasst ihm kräftige Schläge und lässt ihn schließlich als hirnloses Style-over-Substance-Kino par excellence zurück. Aber, apropos Style: Die neuinterpretierten Watchmen sehen nicht mal gut aus. Grelle Farben und audiovisuelles - pardon, my french - Gewichse machen noch lange keinen guten Comicfilm aus. Der ist wohl eher bei Burtons fantastischem Batmansequel zu finden - da, wo man den Kanon eines höher gestellten Werkes noch ernst nahm und sich Mühe gab, diesen auch filmisch äquivalent zu transportieren. "Watchmen" ist das tragische Zeugnis, wie man ambitionierte Comickunst sensationell runterschrauben kann. Warum, weshalb, wieso ist demnächst hier auf diesem Blog nachzulesen.
Mittwoch, 13. Oktober 2010
Vorschau: "The Social Network"
Ja, genau. Fincher goes Mainstream und ein Film über Facebooks Entstehungsgeschichte - wie langweilig ist das denn? Kolportage ist die eine Sache. Die andere, dass Fincher seinen Plot eigentlich nur benutzt, um eine ganz andere, tiefgründigere Studie abzuliefern. "The Social Network" ist eben doch ein Fincher: der soziale Aufstieg über die Zusammenführung der anderen, der aufkeimende Egomane nach der Zuversicht, akzeptiert worden zu sein, Freundschafts- und Hassgeschichte, die Frage nach der Integration eines Außenseiters in die Gesellschaft - Facebook bleibt lediglich das Deckblatt. Mit Jesse Eisenberg, der als Hollywoods neues Wunderkind gerade eben den Aufstieg durch macht, der Zuckerberg erst verwehrt blieb, bestens besetzt, ein Paradebeispiel für unsere heutige Gesellschaft. Dass Fincher zugunsten der Geschichte seinen düsteren Look außen vor lässt - keine Katastrophe. Sein neuer Film lebt sowieso von einer anderen Attitüde, als es "Se7en", "Fight Club" und "Zodiac" tun, besticht durch virtuose Stringenz und ist dadurch schlichtweg das bisherige Jahreshighlight.
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